KINDERUROLOGIE AM ELI
Wir hatten zu unserer Herbstfortbildung diesmal interessierte Kinderärzte, Chirurgen, Urologen und Allgemeinmediziner der Region in das Haus Salmegg nach Rheinfelden eingeladen. Aktuelle Neuerungen sowie etablierte Behandlungsverfahren zur Therapie angeborener oder erworbener Störungen der Nieren sowie der Harnwege wurden dabei diskutiert. Über einen besonderen Schwerpunkt seiner beruflichen Tätigkeit berichtete der Leiter der Abteilung, Herr Dr. Tobias Berberich. Die Korrektur der angeborenen Fehlbildung der Harnröhre erfordert nach seiner Aussage viel Erfahrung und ein gutes Auge. Die Fäden, mit denen bei dieser Operation genäht wird sind dünner als ein menschliches Haar. Auch die Nachbehandlung trägt entscheidend zum dauerhaften Erfolg der Behandlung bei. So auch bei der Therapie der angeborenen Fehlbildung des Urinabflusses aus der Niere, wie Frau Ewa Kuzma, langjährige Fachärztin für Kinderchirurgie berichtete, die sich seit vielen Jahren mit diesem Krankheitsbild beschäftigt. Dass nicht nur Erwachsene unter Krampfadern leiden können wusste Herr Dr. Tarik Jamaan, Oberarzt der Abteilung für Kinderchirurgie zu referieren. Er arbeitet schwerpunktmässig unter anderem im Bereich der sogenannten „Schlüsselloch“ Operation bei Kindern und konnte zeigen, wie Krampfadern im Hodenbereich elegant und einfach durch diese Form der Operation behoben werden können. Eine der häufigsten Operationen weltweit ist die Beschneidung der Vorhaut beim Jungen. Neben dem medizinisch notwendigen Eingriff bei einer Verengung der Vorhaut, wird auch bei religiösem Hintergrund z.B. bei Muslimen dieser Eingriff im St. Elisabethen Krankenhaus nach modernsten chirurgischen und anästhesiologischen Gesichtspunkten durchgeführt. Frau Catrice Celanowski, präsentierte zu diesem Thema aktuelle Zahlen und neue Ergebnisse der Literatur. Nachdem Frau Dr. Marina von Laer, Kinderradiologin, in ihrem Beitrag die zunehmenden Einsatzmöglichkeiten des Ultraschalls bei der Diagnosefindung urologischer Erkrankungen berichtet hatte, entwickelte sich besonders beim letzten Vortrag über das Thema des Rückflusses von Urin aus der Blase in die Harnleiter eine intensive Diskussion. Durch diesen Rückfluss kann es zu einer dauerhaften Schädigung der Nieren kommen. Daher fasste Herr Dr. T. Berberich abschliessend zusammen, dass insbesondere bei diesem Krankheitsbild eine intensive Zusammenarbeit aller Disziplinen zum Wohle der Patienten notwendig ist.