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Künstler: Jannik Alter: 7 Jahre
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Bei der Ösophagusatresie (Ösophagus = Speiseröhre; Atresie = Verschluss von Hohlorganen) handelt es sich um einen angeborenen Verschluss der Speiseröhre, welcher durch eine gestörte Entwicklung in der Embryonalzeit verursacht wird. Die Häufigkeit dieser Fehlbildung beträgt im Durchschnitt 1:2500 bis 1:5000 Geburten. Bei etwa 50% bestehen weitere Fehlbildungen (Verschluss des Dünndarms oder des Afters; Herzfehler; Fehlbildungen der Nieren, Harnwege oder des Genitales). Schon Intrauterin kann die Diagnose durch den Ultraschall gesichert werden werden.
Es gibt verschiedene Formen der Ösophagusatresie, die nach Voigt klassifiziert werden. Bei der häufigsten Variante liegt eine Verbindung der unteren Speiseröhre zur Luftröhre vor. Für das Kind besteht die Gefahr, dass Speichel oder Nahrung bzw. Magensaft in die Lungen gelangen kann. Deshalb müssen solche Fehlentwicklungen so bald wie möglich entdeckt und operiert werden.
Die einzige Therapiemöglichkeit ist die operative Korrektur der Erkrankung mit Verschluss der Fistelverbindung zwischen Speise- und Luftröhre. Danach erfolgt die Rekonstruktion zwischen dem oberen Blindsack mit dem unteren Ende der Speiseröhre. Sollte diese Verbindung der Speiseröhre auf Anhieb nicht gelingen, kann ein Speiseröhrenersatz am Beginn des zweiten Lebenshalbjahrs durchgeführt werden.
Wegen der Seltenheit dieser Fehlbildung soll die Versorgung an einem Zentrum mit den Fachdisziplinen Geburtshilfe, Kinderheilkunde, Neonatologie (Spezialisten für die Behandlung von Neu- und Frühgeborenen) sowie Kinderchirurgie erfolgen, wo entsprechend hohe Fallzahlen erreicht werden.
Auf der Internetseite des Kreises für Eltern von Kindern mit Speiseröhrenmissbildung (KEKS) befindet sich ein nützlicher Nachsorgebogen für Kinder, die mit einer Ösophagusatresie geboren wurden. Die Adresse lautet: www.keks.org
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